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Die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) Bronnzell-Kohlhaus

 Wer das Entstehen der KAB Bronnzell-Kohlhaus ergründen will, muss bis in das Jahr 1899 zurückgehen. Denn bereits am 22. November 1899 fanden sich 35 katholische Männer aus Bronnzell zur Gründung eines Vereins mit dem Namen „Durch Wald und Flur“ zusammen.

Etwa 7 Jahre später in 1906 änderte man in Bronnzell den Namen des Vereins in „Katholischer Arbeiter- und Männerverein“ und trat damit dem bereits in 1902 gegründeten „Diözesanverband Fulda Katholischer Arbeiterverein“ bei. Dies ist die Geburtsstunde der KAB Bronnzell-Kohlhaus.

Die auch im Fuldaer Land einsetzende Industrialisierung stellte die Arbeiterschaft vor immer neue soziale Herausforderungen, denen man durch den Zusammenschluss in „Arbeitervereinen“ Rechnung tragen wollte.

Zwei Weltkriege, dazwischen wirtschaftliche Not und zwölf Jahre Gewaltherrschaft, brachten zwar die Aktivitäten eines Vereinslebens oft zum Erliegen, nicht aber die Existenz des Vereins. Erstaunlicherweise erlebte er sogar in den Jahren des geistigen Terrors unter Hitler ein erneutes Anwachsen der Mitgliederzahl auf 35 im Jahr 1935. Der mit großem Eifer betriebene Bau einer großen neuen Kirche in Bronnzell verbunden mit der Tatkraft des hochgeschätzten Seelsorgebeauftragten, Prof. Dr. Dominikus Heller (KAB-Präses von 1921 – 1938), hatten ein

Sich-Selbst-Bewusstwerden, ein Aufblühen der „Gemeinde“, zur Folge, was eben auch das Vereinsleben befruchtete.

Eine dritte Phase im Leben der KAB setzte nach dem Zusammenbruch 1945 ein. So wurde bereits am 15. Juli 1950 Kaplan Ferdinand Kribus vom Bischöflichen Generalvikariat schriftlich beauftragt, den seit 1944 ruhenden „Arbeiter-Verein“ wieder zu beleben. Information war nun gefragt.

Auf den ersten Schritten in den Wiederaufbaujahren in einer sich entwickelnden demokratischen Gesellschaft wurden Antworten aus christlichem Geist gesucht, auf bedrängende, aktuell-sozialpolitische, religiöse und grundsätzliche Fragen des Zusammenlebens. Dazu wurden namhafte Experten zu Vorträgen und Diskussionen gewonnen. Aus einem doch mehr der Geselligkeit dienenden Zusammenschluss von Werktätigen vor der Jahrhundertwende (Die KAB ist Bronnzells ältester Verein) wurde ein kultureller Faktor im Leben der Gemeinde.

Bildunterschrift des 1. Bildes

Zum prägenden Bild der KAB von heute gehört zweifellos die Solidarität mit den Kaffeebauern in Guatemala durch den Verkauf fair gehandelten Kaffees der Marke
Nueva Armonia und das seit 1987 jährlich am Wochenende mit dem Johannistag
stattfindende traditionelle Johannisfeuer in der Bockmühlallee.

 

Zu den über 60 Mitgliedern gehören mittlerweile auch etwa ein Drittel Frauen und das Bestreben, durch weiterhin kontinuierliche Werbung junger Mitglieder die Zukunftsfähigkeit der KAB in Bronnzell und Kohlhaus zu erhalten. So möchte die KAB auch in Zukunft einen Beitrag für den Schutz des arbeitsfreien Sonntags und für ein solidarisches und sozialgerechtes Miteinander in der Arbeitswelt leisten, in der im Sinne der christlichen Soziallehre der Mensch und nicht die Wirtschaft im Mittelpunkt steht.

1. Vorsitzender der KAB ist
Markus Hohmann
Am Engelbach 8
36043 Fulda
Tel.: 0661-402681

 

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